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Ein neuer polymorpher Virus-Wurm - Bugbear.B - ist im Umlauf.
Der Wurm versendet E-Mails mit verschiedenen Inhalten. Er
benutzt eine bekannte Sicherheitslücke, die ein automatisches
Ausführen von E-Mail-Anhängen möglich macht.
UPDATE
Die Variante Bugbear.B wurde in den frühen Morgenstunde
des 5. Juni 2003 entdeckt.
Technische Beschreibung
Der Wurm ist eine ausführbare Windows PE Datei gepackt
mit UPX und mit einem einfachen Algorithmus verschlüsselt,
der sich mit jeder neuen Wurm-Generation" verändert
und somit den Wurm polymorph werden lässt. Die gepackte
Größe der Wurmdatei liegt bei 72192 Bytes und
entpackt bei über 170KB.
Der Sobig.C Wurm wurde erstmals im Umlauf am späten
Nachmittag des 31. Mai 2003 entdeckt. Am 1. Juni 2003 hat
er sich bereits in vielen Ländern verbreitet. Eine
Erkennung des Wurms wurde veröffentlicht.
Ausbreitung in E-Mails
Der Wurm breitet sich über E-Mail-Nachrichten aus.
Er hat eine eigene SMTP-Routine. Er sucht nach E-Mail-Adressen
unter folgenden Namen und Endungen:
.ODS
.MMF
.NCH
.MBX
.EML
.TBB
.DBX
INBOX
Einige von diesen Dateien sind Datenbanken von E-Mail-Programmen
und enthalten evtl. sehr viele Adressen. Der Wurm versendet
sich selbst an alle gefundenen Adressen. Ausgenommen werden
Adressen, die folgende Wörter beinhalten:
remove
spam
undisclosed
recipients
noreply
lyris
virus
trojan
mailer-daemon
postmaster@
root@
nobody@
localhost
localdomain
list
talk
ticket
majordom
Die Betreff-Zeile einer Nachricht wird nimmt der Wurm entweder
per Zufallsprinzip von den gefundenen Mails des infizierten
PC's oder aus folgender Liste:
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Introduction
various
Announcement
history screen
Correction of errors
Just a reminder
Payment notices
hmm..
update
Hello!
Der Nachrichtentext kann leer sein oder er kann zufälligen
Text von einer zufällig ausgewählten Datei enthalten.
It allows the worm to run automatically on some computers
when an infected e-mail is viewed This vulnerability is
fixed and a patch for it is available on Microsoft site:
Der Nachrichtentext kann den sogenannten I-Frame exploit
enthalten (zum Beispiel Outlook und IE 5.0 oder 5.01), der
die automatische Ausführung eines Attachments auf einigen
PCs ermöglicht.
Diese Sicherheitslücke ist lange bekannt und Microsoft
hat einen Sicherheitspatch veröffentlicht:
http://www.microsoft.com/windows/ie/downloads/critical/q323759ie/default.asp
Der Name des Anhangs kann folgenden Text enthalten.
readme
Setup
Card
Docs
news
image
images
pics
resume
photo
video
music
song
data
Der Wurm kann sich außerdem einen zufälligen
Dateinamen des infizierten Systems "borgen". Die
Endung des infizierten Systems wird aus folgender Liste
ausgewählt:
exe
scr
pif
In dem Fall, in dem der Wurm den Dateinamen vom infizierten
System übernimmt, kann der Name des Anhangs eine doppelte
oder mehr Endungen haben z.B. DOCUMENT.DOC.EXE. Der Wurm
untersucht die Dateiendung der geborgten Datei und setzt
den entsprechenden content type des Anhangs in der infizierten
Nachricht.
Folgende Endungen werden untersucht:
reg
ini
bat
h
diz
txt
cpp
c
html
htm
jpeg
jpg
gif
cpl
dll
vxd
sys
com
exe
bmp
Die content types des Wurm-Anhangs:
image/gif
image/jpeg
application/octet-stream
text/plain
text/html
Der Wurm täuscht falsche Absender-Adressen vor. Daher
ist der vermeintliche Absender der Mail in der Regel nicht
der tatsächliche Absender und sein System ist wahrscheinlich
auch nicht infiziert.
Verbreitung im Netzwerk (LAN)
Der Wurm besitzt die Fähigkeit entfernte Rechner
im lokalen Netz zu infizieren. Er wartet einige Zeit bevor
er seine Infizierungs-Runde startet und die freigegebenen
Netzwerk-Verzeichnisse aufsucht. Er verbindet sich zu diesen
und versucht folgende Dateien auf den entfernten Rechnern
zu infizieren:
\winzip\winzip32.exe
\kazaa\kazaa.exe
\ICQ\Icq.exe
\DAP\DAP.exe
\Winamp\winamp.exe
\AIM95\aim.exe
\Lavasoft\Ad-aware 6\Ad-aware.exe
\Trillian\Trillian.exe
\Zone Labs\ZoneAlarm\ZoneAlarm.exe
\StreamCast\Morpheus\Morpheus.exe
\QuickTime\QuickTimePlayer.exe
\WS_FTP\WS_FTP95.exe
\MSN Messenger\msnmsgr.exe
\ACDSee32\ACDSee32.exe
\Adobe\Acrobat 4.0\Reader\AcroRd32.exe
\CuteFTP\cutftp32.exe
\Far\Far.exe
\Outlook Express\msimn.exe
\Real\RealPlayer\realplay.exe
\Windows Media Player\mplayer2.exe
\WinRAR\WinRAR.exe
\adobe\acrobat 5.0\reader\acrord32.exe
\Internet Explorer\iexplore.exe
\winhelp.exe
\notepad.exe
\hh.exe
\mplayer.exe
\regedit.exe
\scandskw.exe
Zusätzlich versucht er den üblichen Autostart-Ordner
auf den entfernten Systemen zu finden und sich dort hinein
unter einen Zufallsnamen mit .EXE-Endung zu kopieren. Dadurch
werden die entfernten Rechner beim nächsten Neustart
infiziert oder ein Benutzer startet eine infizierte Datei.
Prozesse werden beendet
Der Wurm beendet Prozesse von verschiedenen Anti-Viren-Programmen,
Sicherheits-Programmen und anderen Applikationen. Er listet
die aktiven Prozesse alle 20 Sekunden und beendet sie, falls
folgende Namen auftauchen:
_AVP32.EXE
_AVPCC.EXE
_AVPM.EXE
ACKWIN32.EXE
ANTI-TROJAN.EXE
APVXDWIN.EXE
AUTODOWN.EXE
AVCONSOL.EXE
AVE32.EXE
AVGCTRL.EXE
AVKSERV.EXE
AVNT.EXE
AVP.EXE
AVP32.EXE
AVPCC.EXE
AVPDOS32.EXE
AVPM.EXE
AVPTC32.EXE
AVPUPD.EXE
AVSCHED32.EXE
AVWIN95.EXE
AVWUPD32.EXE
BLACKD.EXE
BLACKICE.EXE
CFIADMIN.EXE
CFIAUDIT.EXE
CFINET.EXE
CFINET32.EXE
CLAW95.EXE
CLAW95CF.EXE
CLEANER.EXE
CLEANER3.EXE
DVP95.EXE
DVP95_0.EXE
ECENGINE.EXE
ESAFE.EXE
ESPWATCH.EXE
F-AGNT95.EXE
F-PROT.EXE
F-PROT95.EXE
F-STOPW.EXE
FINDVIRU.EXE
FP-WIN.EXE
FPROT.EXE
FRW.EXE
IAMAPP.EXE
IAMSERV.EXE
IBMASN.EXE
IBMAVSP.EXE
ICLOAD95.EXE
ICLOADNT.EXE
ICMON.EXE
ICSUPP95.EXE
ICSUPPNT.EXE
IFACE.EXE
IOMON98.EXE
JEDI.EXE
LOCKDOWN2000.EXE
LOOKOUT.EXE
LUALL.EXE
MOOLIVE.EXE
MPFTRAY.EXE
N32SCANW.EXE
NAVAPW32.EXE
NAVLU32.EXE
NAVNT.EXE
NAVW32.EXE
NAVWNT.EXE
NISUM.EXE
NMAIN.EXE
NORMIST.EXE
NUPGRADE.EXE
NVC95.EXE
OUTPOST.EXE
PADMIN.EXE
PAVCL.EXE
PAVSCHED.EXE
PAVW.EXE
PCCWIN98.EXE
PCFWALLICON.EXE
PERSFW.EXE
RAV7.EXE
RAV7WIN.EXE
RESCUE.EXE
SAFEWEB.EXE
SCAN32.EXE
SCAN95.EXE
SCANPM.EXE
SCRSCAN.EXE
SERV95.EXE
SMC.EXE
SPHINX.EXE
SWEEP95.EXE
TBSCAN.EXE
TCA.EXE
TDS2-98.EXE
TDS2-NT.EXE
VET95.EXE
VETTRAY.EXE
VSCAN40.EXE
VSECOMR.EXE
VSHWIN32.EXE
VSSTAT.EXE
WEBSCANX.EXE
WFINDV32.EXE
ZONEALARM.EXE
Der Wurm hat unterschiedliche Routinen, um Prozesse auf
Windows 9x oder Windows NT Systemen zu beenden.
Auswirkungen auf Bank-Computer
Der Wurm hat eine lange Liste von Domains, die häufig
zu Banken gehören. Beim Start untersucht der Wurm den
Domainnamen des infizierten Systems und vergleicht ihn mit
einer internen Liste. Sobald ein Name übereinstimmt,
aktiviert er die AutoDial Funktion auf dem infizierten System
indem er folgenden Registry-Eintrag vornimmt:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings]
"EnableAutodial"=dword:00000001
Die Liste der Domains gehören zu Banken in vielen
Ländern der Erde: Frankreich, Großbritannien,
Deutschland, Australien, Italien, Griechenland, Dänemark,
Neuseeland, Spanien, Brasilien, Rumänien, Polen, Argentinien,
Schweiz, Finnland, Taiwan, Türkei, Island, Slowakei,
Korea, USA, Südafrika, Baltische Republiken, Österreich,
Ungarn, Norwegen, Tschechische Republik und einige weitere
Länder.
Erkennung: F-Secure/F-Prot
Anti-Virus erkennt Bugbear.B mit den Updates vom 5.6.2003
[Analyse:
F-Secure Anti-Virus Research Team, 5.6.2003; dt. Übersetzung
F-PROT in Deutschland und @ntivirus-shop.com]
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